1

Zweifarbig stricken – die Zweite

Im Moment habe ich wenig Zeit zum stricken, nur noch Restenwolle da und wenig Zeit zum bloggen. Mit anderen Worten – alles läuft wie gewohnt.
Nach den Experimenten mit dem zweifarbigen Bündchen bei den Sneakersocken wollte ich wissen, was es auf sich hat mit den verschlungenen mitgeführten Fäden. Ich habe dabei versucht zu stricken wie eine Engländerin und bleibe beim Stricken, so wie ich es gelernt habe.
zweifarbig_stricken_closeup

Weiterlesen

1

Zweifarbig stricken

Als Teenie hatte ich einen Pullover aus Alpacawolle, ein unsäglich sackartiges Konstrukt aus dem Secondhandladen. Mein Vater hasste mich dafür… Der Pullover hatte jedoch seine guten Seiten. Auf Schulterhöhe war ein mehrfarbiges Muster eingestrickt, wenn ich mich richtig erinnere, waren es Lamas und Männchen. Anhand dieses Pullovers habe ich – in der Theorie – verstanden, wie mehrfarbiges Stricken funktioniert. Jetzt hab ich es auprobiert, und das sind die ersten Resultate:

IMG_7064

Als kleines Goodie gibt es am Schluss des Artikels noch einige Herzchenmuster zum Nachstricken, als freien Download.
Weiterlesen

0

Socken stricken – eine kleine Anleitung

Für alle, die gerne selber Socken stricken möchten, aber nicht wissen wie… Ich hab versucht eine Anleitung zu schreiben, die die wichtigsten Schritte erklärt.. Rechte Maschen Linke Maschen etc sollten schon  bekannt sein. Socken stricken ist gar nicht so schwer. Viel mehr, als in Runden zu stricken brauchst du dabei gar nicht zu können. Alles andere will ich in dieser Anleitung zeigen.

20140330-131333.jpg

Weiterlesen

0

Stricken mit Schafwolle

Zweimal im Jahr müssen Schafe geschoren werden, da ihre Wolle sonst ins Unermessliche wächst. Die meisten Schafhalter werfen die Wolle in den Abfall und bezahlen für die Entsorgung.

Abfall oder Rohstoff?

Es gibt schon Möglichkeiten, die Rohwolle zu verkaufen. Abnehmer sind zum Beispiel Hersteller von Dämmstoffen. Allerdings muss die Wolle dafür sortiert und verlesen werden. Streu und Mist in der Wolle gibt Abzüge beim Preis – die meisten Schäfer können oder wollen diesen Mehraufwand nicht betreiben. Der Wollpreis ist im Keller, das fördert die Motivation auch nicht unbedingt die Mehrarbeit zu leisten und die Wolle dann für ca zwei Franken pro Kilo zu verkaufen.

Der Trend, Wolle in Funktionskleidung zu verwenden, betrifft die Schweizer Schafhalter weniger. Die Hersteller arbeiten mit Merinowolle, die einiges feiner ist, im Vergleich zur Wolle der Rassen Mitteleuropas.

Die Herausforderung

Im Dachstock befinden sich Säcke voller Schurwolle. Zuerst bastelte ich aus Holzleisten und Nägeln kleine  Kämme, mit denen ich die Wolle bändigen wollte. Damit kam ich nicht so gut zuerecht. Also bastelte ich so etwas Kardenähnliches. In zwei kleine Brettchen bohrte ich je ungefähr hundert Löcher, in die ich dann aufgedröselte Viehüterlitze fädelte. Eine richtige Schlechtwetterarbeit.

Die Litzendrähte sind zwar etwas weich, aber das ging schon besser.

Werkzeug zum Bearbeiten der Wolle

Rudimentäres Werkzeug zur Bearbeitung der Wolle

Als Spindel musste ein Holzschlegel ( Holzschnitzwerkzeug ) herhalten. Das ist natürlich ein eher schweres Werkzeug, mit dem auch eher dicke Fäden herauskamen. Schwangere Regenwürmer, abgerissene Fäden, das ganze Repertoire, das Spinnanfänger so zur Verfügung haben. Verzwirnt hab ich die Wolle nicht, sie ist so schon dick genug…

Werkzeug und Wolle

Werkzeug und Wolle

Das Virus hat mich trotzdem befallen. Ich spann genug Material (Garn ist jetzt nicht ganz der richtige Ausdruck…) um ein Paar ganz schwere Wollsocken stricken zu können. Die Socken sind dank dem dicken Garn und dem ganzen Wollfett so steif, dass sie von alleine stehen können.

Das Resultat nennen wir „Neolith“. Ein wahrhaft mächtiges Paar Socken in Thomas Grösse. Allerdings sieht es nicht so aus, als möchte er sie wirklich tragen.

Schafwollsocken

Der „Neolith“ aus Wolle von Schwarznasen selber gestrickt