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Tuschezeichnung – Hand

Die Idee für diese Zeichnung kam spontan, beim durchsehen meiner Bilder. Die Hand symbolisiert die Manifestation, das Übertragen einer Vision in die Realität – vom Gedanken ins Fassbare. Kreativität bedeutet für mich nicht das Warten auf eine Idee – die Ideen beginnen erst zu fliessen, wenn ich im Hier und Jetzt an etwas arbeite. Plötzlich entsteht ein Bild vor meinen Augen und ich muss die Idee nur noch in Tat umsetzen – ohne einen störenden Gedanken daran zu verschwenden, ob das Resultat wohl gut wird. Wichtig dabei ist mir immer, dass jedes Detail so schön wie möglich zu gestalten und dass die einzelnen Formen, aus denen sich das Bild aufbaut,  voller Spannung sind.

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Kleisterpapier die Zweite

Ich habe einige weitere Bögen mit Kleisterpapier fertiggestellt. Allerdings ist das Resultat nicht ganz so, wie ich es mir erhofft habe. Die filigranen Muster des nass in nass gemalten Hintergrundes kommen nicht wirklich durch. Wahrscheinlich liegt das an der hohen Deckkraft der weissen Farbe, die ich  mit dem Kleiser mischte.

Als nächstes werde ich versuchen mit unterschiedlich gefärbtem Kleister auf einem Bogen zu arbeiten um mehr Farbvariation und auch brillanz zu erhalten. Ausser dem möchte ich probieren, wie sich weniger deckende Farben auf nass in nass vorbereitetem Hintergrund verhalten.
Und was den Umgang mit den Kämmen angeht vertrage ich auch noch etwas Übung.

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Sonne und Mond

Die tiefschwarze Tinte von Tuschezeichnungen ist ideal geeignet um die Bilder später digital nachzubearbeiten. Das hier gezeigte Bild ist mein Favorit aus einer Serie von drei Bildern, die ich letztes Jahr zeichnete. Mir war nach Farbe, also stellte ich die Zeichnung frei und spielte ein wenig mit Farbverläufen herum. Das ist was dabei herauskam – zwei mal das selbe Bild, einmal auf einem weissen und einmal auf einem schwarzen Hintergrund.

Zu guter letzt noch das Original. Interessanterweise sieht die Tuscheeichnung in schwarz-weiss besser aus, wenn der Mond liegt, in Farbe führte das zu einem Ungleichgewicht, weswegen ich das Motiv der digitalen Versionen um 90° drehte.

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Oktoberwald

Diese Fotos von heute Mittag sind die Ausbeute von einem wunderschönen Waldspaziergang. Das Licht war golden und meist war es ziemlich Windstill – sonst konnte ich auf Pilze ausweichen, die ja zum Glück selbst bei Sturm stillhalten würden.

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Aquarell – Nass in nass und Whitespace

Irgendwie waren mir Aquarellfarben immer ein wenig suspekt. Irgendwo zwischen eingetrockneten Acrylfarben und zerbrochenen Linealen fristeten sie ein kümmerliches Dasein in der untersten Schublade – jahrelang unbenutzt. Beim Aufräumen kamen sie wieder zum Vorschein und beim betrachten der beigelegten Farbmusterkarte, kam Lust auf, mit diesen Farben zu arbeiten.

Aquarell vergibt keine Fehler, was gemalt ist ist gemalt. Zurück-Button gibt es keinen, und auch die anderen Techniken, ein Zuviel an Farbe wieder vom Papier zu kratzen oder schaben überzeugen mich nicht, da sie die Oberfläche des Papiers zerstören. Bei einem Missgeschick, kann das im schlimmsten Fall bedeuten, noch mal ganz von vorne anzufangen. Im besten Fall ist es bloss ein „happy little accident“, der das Bild sogar bereichert.

Irgendwie lässt sich mit Aquarell weniger erzwingen. Die Wasserfarben geben das Tempo an, will man trockene Schichten Lasieren ist warten angesagt, bis die Schichten auch wirklich trocken sind. Nass in nass erfordert eher einen Flüchtigen, raschen Malstil, die Flächen müssen gefüllt sein, bevor das Papier zu trocken ist. Dabei ohne Maskierflüssigkeit das was weiss bleiben soll, auszulassen, erfordert je nach Komplexität des Bildes schon ziemlich viel Übung und Sicherheit im Umgang mit dem Pinsel. Ein Grund mehr sich nach dem „kiss“ Prinzip zu orientieren und zu sagen: „Keep it simple, stupid!“. Weniger ist oft mehr.